Nordsee-Urlaub ehrlich und authentisch

Nordsee-Urlaub ehrlich und authentisch

Neuharlingersiel, das authentische Fischerdorf am UNESCO-Wattenmeer. Idyllisch liegt der kleine Hafen hinter dem Nordsee-Deich, ziegelrote Häuser rahmen das Hafenbecken ein und blaue Straßenlaternen bilden einen reizvollen Kontrast.
Im Thalasso-Nordseeheilbad Neuharlingersiel ist die Fischerdorf Romantik nicht inszeniert, um den Touristen zu gefallen, sie ist echt: Eine aktive Krabbenkutterflotte liegt hier am Poller und Krabben zum Pulen gibt es nirgendwo frischer. Ein breiter Sandstrand liegt gleich hinter dem Deich und das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer kann erkundet werden, so oft sich das Wasser der Nordsee zurückzieht.

Der Hafen ist seit 100 Jahren „mooi´n Stuuv“ (die gute Stube) von Neuharlingersiel, jeden Sonntagvormittag in der Saison singen hier Shanty-Chöre aus der Region. Sonst sitzt man einfach beim Ostfriesentee oder einem friesisch herben Bier, klönt und guckt: Wie geschickt beispielsweise die Kutter im Hafenbecken einparken. Und wie fix die Krabbenfischer das Deck schrubben, Netze flicken, Maschinen reparieren und Bordwände ausbessern.

Zuvor waren die Fischer bis zu 24 Stunden draußen, haben Krabben und Plattfische gefangen. Ihre Arbeit richtet sich nach den Gezeiten, nicht nach dem Takt der Uhr. Ein harter Beruf, den nur noch wenige junge Menschen erlernen wollen. Vermieter und Fischer in Neuharlingersiel gründeten deshalb einen Förderverein, der mit der „Lulu Meinders“ einen Krabbenkutter kaufte und ihn 2010 dorthin holte, wo nur noch acht statt früher 27 Schiffe liegen. „Wir fahren mit jungen Menschen raus auf die Nordsee, damit sie den Fischern bei der Arbeit zuschauen können“, erzählt der Vorsitzende Hinrich Peters. Mit Erfolg – ein neuer Fischer ist durch die Aktion bereits zur Kutterflotte dazu gekommen.
In der Saison fahren der Kutterkapitän Manfred Göken und seine Kollegen regelmäßig mit erlebnishungrigen Urlaubern raus auf die Nordsee. „Und kommen mit frischen Krabben und braungebrannten Halbseemännern zurück“, erzählt Göken in deftigem Platt. Angeltörns oder Ausflüge zu den Seehundbänken bietet Kapitän Willi Jacobs mit der „Gorch Fock“ nach Absprache und bei guter Witterung an, ein echter Tipp für Ihren Nordsee-Urlaub. Auch bei der Kutterregatta im Hochsommer dürfen Gäste mitfahren. Über vier Kilometer liefern sich die Kutterkapitäne alljährlich ein spannendes Rennen um die Auszeichnung „Blaues Band von Neuharlingersiel“.

Das Fischerdorf gibt es seit 300 Jahren, als Badeort hat Neuharlingersiel eine hundertjährige Geschichte, der erste offizielle Prospekt stammt aus dem Jahr 1912. Vom Hafen sind es nur wenige Gehminuten zum feinsandigen Strand und zur Strandpromenade. Im Frühjahr haben Matthias Schuster, Bauhofleiter des Kurvereins, und seine Mitarbeiter richtig zu tun, fast 600 bunte Strandkörbe müssen an den neun Hektar großen Strand gebracht werden, damit die Nordsee-Urlauber darin so richtig schön faulenzen können. Wer´s in seinem Nordsee-Urlaub aktiver mag hat in der Funny-Beach-Anlage garantiert Riesenspaß bei Basketball, Volleyball, Beachsoccer, Spielen, Wettkämpfen und Hüpfburg. Und für Kitesurfer und Surfer ist der Strand von Neuharlingersiel seit Jahren ein echter Geheimtipp – mit flachen und stehtiefen Revieren bietet er optimale Bedingungen für Anfänger und Könner.